Kernkompetenzen im Spiel

 

Seit kurzem ist alles anders - und nur eine der vielen Konsequenzen der Studienreformen ist, dass Studierende die wichtigsten Fertigkeiten kunstwissenschaftlicher Arbeit innerhalb kürzester Zeit fehlerfrei anwenden können müssen. Ein nicht gerade bescheidener Anspruch.
Bei der Überlegung, wie man dies Ziel unterstützen könnte, wurde schnell deutlich, dass Gelegenheit gegeben werden muss, die Vielfalt der in Einführungsveranstaltungen vermittelten Kompetenzen immer wieder zu trainieren. Und zwar wann und wo man will und bestmöglich auch, indem individuellen Schwächen begegnet werden kann.
Darum haben wir multimediale Objekte entwickelt, die problem- und handlungsorientiert sind, die einander systematisch ergänzen, aber ohne weiteres auch isoliert verwendet werden können.

Mit interaktiven und direktes feedback liefernden Simulationen  oder Strategiespielen kann geübt werden, wie sich auf  strukturell immer wiederkehrende Probleme reagieren lässt: Egal, ob es sich um die Systematisierbarkeit von Beschreibungen, um schlaues Bibliographieren und intelligentes Exzerpieren, um methodische Entscheidungen, um den Aufbau eines Bildgedächtnisses oder um Datierungs- und Zuschreibungsübungen handelt.
Die interaktiven Lernmodule loten ganz gezielt das Potenzial des neuen Mediums aus; zugleich wird deutlich gemacht, wo dessen Grenzen liegen: wie unverzichtbar die Lektüre gedruckter Publikationen, wie unersetzbar die Arbeit vor dem Original ist.

Wenn sie komplementär zur konventionellen Lehre als neue, womöglich sogar mit Credits honorierte Form eines autonomen Repertitoriums eingesetzt würden, hätten sie ihre Aufgabe schon erfüllt.